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Alberto Sejas

Seit einigen Jahren lebe ich als Zeichner und Designer in München. Geboren wurde ich 1966 in Argentinien. Nachdem ich schon sehr früh zu zeichnen anfing, besuchte ich die Grundschule, die Quinquela Martin (einer der größten argentinischen Maler) gegründet hatte, und wuchs so mit impressionistischer Malerei auf.

Nach dem Besuch einer Kunstakademie für Kinder und einer Ausbildung als Fotograf, bei der ich intensiv Bildkomposition lernte – und dass Aktmodelle auch kitzelig sein können – begann ich, an der Universität Buenos Aires Industriedesign zu studieren. Hier lernte ich systematisch weitere Darstellungstechniken kennen und konnte meine Kreativität bei der Gestaltung von Eierbechern beweisen. Nach meinem Abschluss und einigen Jahren Tätigkeit als Möbeldesigner zog ich 1993 nach Deutschland um und arbeitete bis 1999 für verschiedene Design-Ateliers.

Meine ersten Aufträge als Web- und Multimediadesigner erhielt ich 1999 und startete damit in meine Abenteuer als selbständiger Kreativer. 2004 gewann ich die Ausschreibung von “Cruising Room” (das erste schwule Videogame, games.gayromeo.com). Inzwischen bildete ich mich bei einem Zeichner vonWalt Disney weiter, der mir Verständnis für Timing, dynamischen Kamerawechsel und Winnie the Poohvermittelte.

Heute arbeite ich für verschiedene Verlage und Firmen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Die Zeitschrift “Tom on Tour”, deren Cover und Designs von mir stammen, wird in Europa und Nordamerika vertrieben. Mein Comic-Charakter “Pit” (www.go-pit.com) wurde von der SPD für ihre Antidiskriminierungskampagnen adoptiert.

Bei der Comicademy unterrichte ich die Fächer “Material & Technik”, “Stilistik”, “Szenario” und “Graphic Storytelling” in München.

Die Arbeit der Comicademy unterstütze ich, um junge deutsche Talente zu guten Comic-Zeichnern auszubilden, deren Arbeiten dann auch die große Comic-Welt erobern können.

In vielen Ländern konnten sich eigene Stilrichtungen entwickeln, die die Geschichte des Comics stark beeinflusst haben, wie z.B. in den USA, in Frankreich oder Japan. Deutschen Comics gelang bis heute jedoch kein internationaler Durchbruch.