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Jochen Weise

In meiner Kinder- und Jugendzeit  in den 50er / 60er Jahren waren insbesondere amerikanische Comics von Eltern und Lehrern als Schundliteratur geächtet und im Kolonialwarenladen  unseres Dorfes schlecht zu bekommen.

Dennoch fanden Micky Maus, Tarzan, Akim, Tibor,Prinz Eisenherz und Sigurd ihren Weg in unsere Kinderzimmer. Mit der Taschenlampe unter der Bettdecke und an verborgenen Treffpunkten im Dorf haben wir sie heimlich verschlungen.

Ich habe als Kind viel gezeichnet und gemalt, angeregt durch meinen Vater, der in seiner Freizeit auch gern malte. Mit zwölf Jahren wollte ich Künstler werden – oder Fußballtorwart. Aber erst einmal musste ich etwas Anständiges lernen und wurde Werkzeugmacher.

Gezeichnet habe ich weiterhin sehr gern und Fußballtorwart bin ich auch geworden (bis zur Jugend-Niedersachsenmeisterschaft).

Die Comics meiner Jugendzeit waren: Nick Knatterton,Jimmy das Gummipferd und ganz besonders Vater und Sohn von E.O. Plauen, sowie die Bildergeschichten von Loriot und andere.

Nach zehn Werkzeugmacher-Jahren in der Fabrik begann ich mein Malereistudium an der FH Hannover, das ich dann an der HBK Braunschweig beendete.

Seit 1986 arbeite ich freischaffend in Hannover und realisiere neben meiner Atelierarbeit zahlreiche Kunstprojekte im öffentlichen Raum mit Kindern und Jugendlichen.

Durch die Zusammenarbeit mit Sprayern bin ich in die Hipp-Hopp- und Graffiti-Szene geraten, in der ich auch viele Jugendliche traf, die eigene Comics zeichneten.

Angeregt durch die Aktivitäten dieser Szene beschäftige ich mich in meinen Bildinhalten immer häufiger mit Themen aus diesem Bereich, habe selbst Comic-Kurse angeboten und bin schließlich bei der Comicademy gelandet.

Es macht mir Spaß, mit jungen Menschen zusammen zu arbeiten, die ihr künstlerisches Talent ausleben und perfektionieren wollen.

Mehr über mich und meine Arbeiten gibt es unter www.atelier-jochen-weise.de