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Patrizio Roffi

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1967 in Zürich geboren, begann ich sogleich mit dem Zeichnen von Kinderbüchern und Erwachsenen-Comics… Blödsinn! Zuerst ging’s wohl oder übel zur Schule, in Zürich und Umgebung – und da habe ich natürlich jedes Schulbuch sofort vollgekritzelt.

Mit 16 Jahren schickte mich mein Vater erst einmal ins Ausland (nicht wegen dem Gekritzel), für sechs Monate nach London. Mit feinen englischen Manieren ausgestattet wieder zurück in der Schweiz folgte ein Jahr an einer Kunstschule und danach habe ich vier Jahre lang etwas „Seriöses“ gelernt – Innenausbau/Innenarchitektur. Gleich nach dem Abschluss aber wurde weitergekritzelt und zwar Comics für ein lokales Magazin.

Wie das Leben so spielt, wurde ich in meiner eher schlecht als recht bezahlten Beschäftigung brüsk unterbrochen und ließ mich 1989 als dazumal völlig überforderter „Designer“ und „Entwickler“ bei einer neu gegründeten Snowboard-Produktionsfirma engagieren.

Anfangs nur zu dritt, waren wir zehn Jahre später die weltweit größten Snowboard-Produzenten mit ca. 30 Mitarbeitern in den Büros und mit mir als Vize-Präsident und als solcher Chef of R&D (hört sich doch gut an :-) – war aber anstrengend! Während dieser Zeit wurden verschiedentlich von mir designte und entwickelte Produkte in Design-Büchern abgedruckt und in Museen ausgestellt.

Während dieser Zeit war mein Cartoon- und Comic-Leben fast ausschließlich auf das Lesen reduziert, und nicht nur deswegen verließ ich die Firma und verzog mich eine Weile nach „Bella Italia“, genauer nach Florenz zu meinen Freunden Michelangelo und Leonardo. Danach machte ich beinahe drei Jahre die Karibik unsicher und landete nach diesem Abenteuer schlussendlich wieder in „Sweet Home“ Zürich.

Hier arbeite ich unter dem Namen anticlassico (www.anticlassico.com) als freischaffender Illustrator, Designer, Berater und Cartoonist für ganz unterschiedliche Kunden und Branchen.

Seit Januar 2010 bin ich nun auch Trainer an der Comicademy, wo mich die direkte Konfrontation mit wissbegierigen Teilnehmern jedes Mal aufs Neue die verschiedenen Aspekte der „Kreativität“ in diesem Metier durchleben lässt.